New York City II

Unser zweiter Tag begann mit einer New Yorker Spezialität: dem Bagel.

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Serviert wurde mir dieses sehr leckere Chicken-BLT-Avocado-Monster (falls ihr euch fragt: Ja, da sind zwei Schnitzel drauf) von einem Italo-Amerikaner, der als Voicecoach für die Sopranos arbeiten könnte — astreiner New York Accent. Anschließend rundeten wir dieses opulente Frühstück mit einem Kuchen zweiter Ordnung ab. Ich aß einen Chocolate-Cheesecake-Cupcake. Unfassbar lecker.

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Anschließend machten wir uns auf zum Metropolitan Museum of Art, das am Central Park in Manhattan liegt.

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Im Museum selbst befinden sich gefühlt zwei Dutzend Ausstellungen zu verschiedensten Epochen und Kunstrichtungen; man könnte problemlos drei Tage darin verbringen.

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Schick, aber das Ischtar-Tor im Pergamonmuseum in Berlin macht dann doch etwas mehr her. Schon cooler fand ich dieses Bild von John Brown (der mit dem Sklavenaufstand und den Piken):

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Mir war nie klar, wie groß das folgende Bild — George Washington überquert den Delaware-Fluss — tatsächlich ist.

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Anschließend stießen wir auf diese Exponate.

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Das folgende Bild würde sich hervorragend mein neues einziges Lieblingstumbler  eignen: Gluten Free Museum.

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Folgende Prachtstücke habe ich in der — leider sehr kleinen — Ausstellung für moderne Fotografie entdeckt. Alles

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Nach einem Abstecher in die Middle-Eastern Ausstellung…

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…kamen wir an diesem jungen Mann vorbei…

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… und hatten schließlich genug. Auf dem Weg nach draußen stolperten wir eher zufällig an einigen Bildern vorbei, die mir bekannt vor kamen, dabei habe ich von Bildender Kunst ziemlich wenig Ahnung. Ich schloss daraus, dass es sich um wichtige Kunstwerke handeln muss.

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Anschließend machten wir einen kleinen Spaziergang durch den Central Park, in dem es im Winter sehr wohl Enten gibt.

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Der Park ist riesig (843 Hektar) und wir erkundeten nur ein kleines Stückchen.

Anschließend fuhren wir zur 42. Straße, wo wir zufällig an der Redaktion der New York Times vorbei kamen.

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Unser eigentliches Ziel war der Times Square ein paar Straßen weiter.

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Der Platz selbst gefiel mir nicht. Es war sehr voll und offensichtlich vollkommen touristisch überlaufen. Außer überdimensionierten Leuchtreklamen gab es nicht viel zu sehen. Dafür hatte ich eine stereotyp konnotierte Begegnung. Als ich im Gedränge kurz inne hielt, um nach meiner Freundin Ausschau zu halten, wurde ich nach etwa zwei Sekunden recht wüst angerempelt. Die Frau, die in mich gelaufen war, ließ in einem gekonnt vorwurfsvollen Ton ein „excuse you!“ von sich. Das sollte ich vielleicht kurz erklären. Amerikaner haben ein recht weitgehendes Verständnis von „persönlichem Raum“, also dem Abstand zwischen zwei Menschen, den man nicht ungefragt unterschreitet. In Europa ist das in der Regel eine Armlänge, in den USA eher zwei. Jedenfalls wird der Ausdruck „excuse me“ sehr häufig gebraucht, wenn man auch nur im Entferntesten in die Verlegenheit kommen könnte, die Grenze des persönlichen Raumes zu tangieren, geschweige denn zu durchbrechen. Die Wendung dieses Ausdrucks auf „excuse you!“ war also ausgesprochen unhöflich gemeint — zu Deutsch: „Weg da!“ Doch zum Glück war ich nicht in der Stimmung, mich zu streiten, und außerdem bin aus Berlin doch einen deutlich raueren Umgangston gewöhnt; die intendierte Beleidigung der guten Frau, die damit das Stereotyp des unfreundlichen New Yorkers vortrefflich bediente, stieß also ins Leere. Wie heißt es im Englischen so schön: offense can only be taken, not given. Ich entschloss mich, sie auszulachen.

Anschließend fuhren wir ins Greenwich Village. Diese Nachbarschaft liegt im Südwesten von Manhattan und gilt als Künstlerviertel. Auch die Christopher Street, nach der der CSD benannt ist, liegt in dieser Gegend. Das Schachbrettmuster, das man etwas weiter nördlich findet, wird durch viele kleine, diagonal verlaufende Straßen aufgebrochen, was dem Viertel eine angenehme Atmosphäre verleiht.

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Diese Gegend hat es mir angetan. In den Straßen gibt es viele Cafes, Bars etc. Wir machten im Cafe Reggio auf einen Kaffee halt; erst später fiel mir auf, dass mir der Name bekannt vorkam. Tatsächlich spielt eine Szene aus „Inside Lewin Davis“ dort.

Anschließend gingen wir zum Washington Square Park, wo ein schmucker Triumphbogen (für wen wohl?) zu sehen ist.

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Abends zogen wir abermals in Brooklyn aus, um Abendessen und Alkoholika zu bekommen, aber abermals machte sich die Müdigkeit alsbald bemerkbar. Aber es war schön.

 

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New York City I

In letzter Zeit war es an dieser Stelle etwas ruhiger, was hauptsächlich damit zusammen hing, dass meine Freundin mich für etwa zwei Wochen hier in D.C. besucht hat. Wir haben unter anderem einen Wochenendtrip nach New York unternommen. Hier im Folgenden also das obligatorische Reisetagebuch.

Wir fuhren mit dem Megabus nach NYC, wo wir über AirBnB ein Zimmer gefunden hatten. Unser Host, wie hätte es auch anders sein sollen, die Welt ist schließlich ein Dorf, war nicht nur bereits in Freiburg, sondern ist auch mit einer gemeinsamen Bekannten von uns befreundet. Die Wohnung liegt in Williamsburg, einer besonders verhipsterten Nachbarschaft in Brooklyn. Hier der Blick aus unserem Fenster.

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Hier ein paar Eindrücke aus unser Nachbarschaft, wo sich das Phänomen „Luxussanierung“ sichtlich bemerkbar macht.

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Nachmittags machten wir einen Spaziergang über die Brooklyn Bridge nach Manhattan.

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Anschließend machten wir einen Spaziergang vorbei an diesem potthässlichen Verizon-Hochhaus…

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…vorbei am — überraschend kleinen — Rathaus der Stadt New York…

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…zum World Trade Center Memorial/Freedomtower.

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Anschließend besorgten wir uns ein paar Stücke New York Pizza (ganz schön lecker) und spazierten durch den Financial District zur Wall Street.

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An der Wall Street liegt übrigens auch die Federal Hall, der erste Sitz des US-Kongresses. Davor steht, wer hätte damit rechnen können, eine Statue von George Washingon. Man beachte den camel toe.

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Von dort aus gingen wir ans Südende von Manhattan und genossen einen schönen Ausblick über den Hafen.

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Abends zogen wir etwas durch die Kneipen in Brooklyn, doch nach dem langen Tag ging uns dann doch relativ schnell die Puste aus.

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Teurer Spaß

Mit gefällt D.C. ja sehr gut, ein großer Wermutstropfen sind jedoch die hohen Lebenshaltungskosten. Ich zahle knapp doppelt so viel Miete wie in Freiburg. Hier ein Foto von einem Werbeplakat, das einen Eindruck von den Immobilienpreisen vermittelt.

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Summer in Takoma

Am Montag ist in D.C. überraschend der Sommer ausgebrochen. Mittlerweile ist er auch schon wieder vorbei, das Wetter in dieser Gegend ist ausgesprochen unbeständig. Jedenfalls habe ich den sonnigen Tag genutzt, um zu Fuß meine Nachbarschaft etwas zu erkunden.

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Cherry Blossom

Die alljährliche Blüte der Kirschbäume ist eine große Sache in D.C., die alljährlich viele Touristen anzieht. Da der Winter ziemlich kalt war, kommt die Blüte dieses Jahr recht spät, ist dafür doch sehr hübsch anzusehen.

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Dieses Foto habe ich in einem Park gemacht, der ein paar Schritte vom Capitol entfernt liegt.

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BGR

Ich habe einen weiteren Burgerladen ausprobiert, der in der Nähe von meinem Büro liegt: BGR — The Burger Joint. Man darf hier sogar entscheiden, wie gut durch man seinen Burger haben möchte. Lecker war’s.

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Wer macht sowas?

Am Mittwoch begab sich das GHI fast geschlossen zur Georgetown University, um einem Vortrag von Richard Evans, einem der führenden Historiker zur Geschichte des Nationalsozialismus, über sein neues Buch, The Third Reich in History and Memory, zu lauschen. Der Vortrag selbst bot eine recht allgemein gehaltene Einführung in das Thema des Buches, die im Wesentlichen eher mir und den meisten Anwesenden bekannte Positionen (gut) zusammenfasste, als neue, aufregende Forschungsrichtungen aufzuzeigen — aber auch eine gute Zusammenfassung hat ihre Berechtigung.

Georgetown liegt im beschaulichen Westen von D.C. Der Stadtteil ist mit Metro nur schwer zu erreichen; böse Zungen informierte Beobachter behaupten, dies sei eine Maßnahme, um jene gesellschaftlichen Gruppen, die auf die Metro angewiesen sind (ich meine arme Menschen), aus dem Stadtteil rauszuhalten. Dafür bietet der Stadtteil schöne Backsteinhäuser.

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Die Uni selbst sieht aus wie Hogwarts. Ich habe leider nur ein Foto aus der Ferne gemacht, aber für Menschen, die mehr sehen wollen, gibt es Google.

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Zum Schluss noch eine kleine Anekdote: Gegenüber vom Konferenzsaal, in dem Evans seinen Vortrag hielt, stand eine Art Vitrine, in der ein halbes Dutzend Bücher der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright zu sehen waren. Es ist mir nicht neu, dass Profs ihre Publikationen vor ihren Büros präsentieren, aber warum zum Teufel sollte man das mit Büchern von Madeleine Albright machen? Wer macht sowas? Dann warf ich einen Blick auf das Schild neben der Tür.

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I see what you did there, life.

Es grüßt,

Django

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